Raclette
Raclette
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Unbekannte Hintergründe zum Raclette

Fein und schnell angerichtet: Raclette ist das perfekte Wintergericht. Schon Wilhelm Tell hat wahrscheinlich vor seinem berühmten Apfelschuss diesen Bratkäse gegessen. Wir haben einige Fakten, die ihr bestimmt noch nicht kennt.

Woher kommt Raclette?

Erste Hinweise auf Schmelzkäse in dieser Art sind bereits über 2300 Jahre alt. Aber in der Schweiz tauchten die ersten schriftlichen Überlieferungen im 12. Jahrhundert auf. Im Jahr 1874 wurde dann der erste offizielle Käse mit dem Namen Raclette im Wallis produziert.

Warum heisst Raclette Raclette?

Der Name «Raclette» kommt aus dem französischen Walliserdialekt «racler» (deutsch: schaben). Wenn der halbe Käselaib über einer Feuerglut gegrillt und anschliessend die obere Schicht des Käses abgeschabt wurde, sprach man von «racler».

So viel Raclette essen wir

Die Hochsaison im Racletteverkauf ist zwischen November und Februar. Je länger und kälter der Winter ist, desto grösser sind die Racletteumsätze. Im Jahr 2017 assen Schweizer fast 13'000 Tonnen Raclette. Dazu wurden knapp 1800 Tonnen ins Ausland exportiert.

Auch mit Laktoseintoleranz könnt ihr Raclette essen

Raclette wie auch Fondue sind für Gäste mit Laktoseintoleranz kein Problem. Heute werden die beiden Schweizer Nationalgerichte aus gereiftem Käse hergestellt und enthalten somit keine Laktose mehr.

So bringst du dein Raclette auf ein neues Geschmackslevel

Das Ur-Raclette bestand aus zwei Zutaten: einem halbierten Käselaib und Kartoffeln oder Brot. Doch heute bietet fast jede Käserei zwischen 20 und 40 diverse Raclettesorten an. Hier eine Liste mit Variationen, die nicht alltäglich sind und ihr beim nächsten Mal ausprobieren sollt:
- Raclette mit Kürbiskernen & Curry
- Raclette mit Ajowan (Königskümmel)
- Raclette mit Lavendel & Muskatblüten
- Raclette mit Portwein & Pfeffer
- Raclette mit Speck geräuchert
- Raclette mit Berner Salsiz

Oder versucht euch einmal an einer ganz anderen Käsesorte. Cheddar, Gouda, Butterkäse oder ein junger Pecorino eignen sich gut, da sie schön im Ofen schmelzen. Probieren geht über studieren.

So peppt ihr euer Raclette auf

Mit einigen Dips erhält jedes Raclette sein Pünktchen auf dem «i». Ein Kräuter Dip oder ein Avocado-Zaziki schmecken zu jedem Raclette. Hier findet ihr einige Rezepte, die ihr ganz einfach selber zu Hause nachmachen könnt. Alternativ findet ihr auch in jedem grösseren Supermarkt fixfertige Dips.

Der Raclettegrill ist ein Allrounder

In den letzten Jahren wurde der Raclette Grill immer häufiger auch für die Zubereitung von anderen Speisen genutzt. Es können zum Beispiel Mini Pizzas und Spiegeleier im Pfännchen in den Ofen geschoben oder Pancakes auf der Grillplatte gebraten werden.

«Alles stinkt nach Käse»

Nach einem gelungenen Raclette-Abend riechen die Kleider meist nach Käse. Wenn normales Waschen nicht hilft, muss zu härteren Mitteln gegriffen werden. Eine gute Möglichkeit den Geruch zu entfernen ist es, die Kleider eine Nacht in Wasser mit Essig einzuweichen und anschliessend zu waschen. Falls möglich, solltet ihr eure Kleider noch einen Tag lang auslüften lassen. So verschwinden auch intensive Gerüche.

Lust auf Raclette bekommen?

Am 31. Oktober lädt er deshalb 20 glückliche Radio 24 Hörerinnen und Hörer in den Hüttenplausch des Grand Casino Baden ein, um gemütlich auf das neue Album anzustossen und sein Lieblingsessen zu geniessen: Raclette! Hier erfahrt ihr, wie ihr dabei sein könnt.