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Foto: Radio 24 Bildmaterial von Youtube / Keystone
Ufsteller

Was macht eigentlich Franz Heinzer?

Ausgerechnet ein Materialfehler zerstörte seinen Traum einer Olympia-Goldmedaille. Sonst hat der ehemalige Schweizer Skirennfahrer nämlich fast alles gewonnen, was es im Skirennsport zu gewinnen gibt. Doch was macht das Ausnahmetalent heute?

Es war der bitterste Moment seiner Karriere: Vor genau 25 Jahren an den Olympischen Winterspielen im norwegischen Lillehammer verlor der ehemalige Schweizer Skirennfahrer Franz Heinzer kurz nach dem Start einen Ski. Der Grund: eine gebrochene Bindung!

«Zuerst dachte ich, ich könne nochmals starten, doch dann begriff ich, dass dies nicht geht. Dann stieg die Wut in mir hoch», so Franz Heinzer im Interview mit Radio 24.

Noch heute wird der 56-jährige Schwyzer oft auf sein abruptes Ausscheiden angesprochen. Es habe eine Weile gedauert, bis er die verpatzte Chance auf Olympia-Gold verdaut hatte, so Heinzer. Schliesslich war dies sein grösstes Ziel. Oft hat ihn dieses Erlebnis noch bis in seine Träume verfolgt. Heute kann Franz Heinzer aber gut darüber lachen, verrät er Radio 24: «Ich hätte wohl Gold gewinnen müssen, um ähnlich oft auf die Olympischen Spiele angesprochen zu werden!»

Franz Heinzer denkt trotz des Lillehammer-Patzers unglaublich gerne an seine Ski-Karriere zurück. Drei Mal gewann er den Abfahrtsweltcup, einmal den Super-G-Weltcup und 1991 wurde Heinzer Abfahrtsweltmeister. «Die kleinen Kristallkugeln haben für mich persönlich eine grössere Bedeutung als der Weltmeistertitel. Weil es heisst, dass man über mehrere Monate in einer Disziplin der Schnellste war», so Heinzer. Besonders die Abfahrtssiege in Kitzbühel und am Lauberhorn gehören zu seinen schönsten Erinnerungen.

Heute trainiert Franz Heinzer Schweizer Nachwuchstalente im Europacup. Er macht sie fit für den Weltcup. Franz Heinzer: «Hier kann ich meine Erfahrungen als Skirennfahrer ideal einbringen und weitergeben - das ist eine wunderbare Aufgabe.»