Kalte Ente
Foto: Radio 24
Gut zu wissen

Fakten zur Kälte

Du hast dich schon immer gefragt, wieso du kalte Füsse hast, aber Enten nicht? Wir liefern dir Antworten!

Kriegen Enten keine kalten Füsse?

Nein! Enten haben weder Nerven noch Blutgefässe in ihren Füsschen. Deshalb macht ihnen das kalte Wasser auch nichts aus. Sie spüren nichts und tragen keinen Schaden davon.

Rentiere haben «Frostschutzmittel» im Blut

Rentiere essen regelmässig Moos, um zu verhindern, dass ihr Blut in den Adern gefriert.

Weinbergschnecken isolieren ihre Häuschen

Die Weinbergschnecke kann Temperaturen von bis zu - 40 Grad Celsius problemlos überleben. Dies schafft sie, indem sie kräftig in ihre eigene Schale spuckt. Daraufhin lagert sich Kalk an ihrem Schleimhäutchen, also eigentlich ihrer Wohnungstür, an. Der Kalk wird dann nach und nach immer fester und das Schneckenhaus ist mit einem kleinen Deckel fest verschlossen.

Waldfrösche können sich einfrieren

Eine etwas andere Technik hat der Waldfrosch: Wenn es ihm im Winter zu kalt wird, lässt er sich bis zu einem Drittel einfrieren. Normalerweise ist das ziemlich gefährlich, weil Körperzellen absterben, wenn sich Eiskristalle unter der Haut bilden. Jedes normale Tier würde sterben, aber der Waldfrosch hat im Winter 100 Mal mehr Zucker im Blut als wir Menschen. So verhindert er die Bildung von Eiskristallen.

Frieren Frauen wirklich schneller als Männer?

Männer sind tatsächlich kälteresistenter als Frauen. Das liegt einerseits daran, dass Männer von Natur aus mehr Muskeln haben und somit auch mehr Wärme produzieren. Andererseits haben Männer eine dickere Haut und sind dadurch besser «isoliert».

Aber der weibliche Körper ist nicht zu weniger fähig, sondern denkt voraus! Damit ungeborene Kinder nicht frieren müssen, leitet der Körper einer Frau die Wärme immer am schnellsten zur Körpermitte. Deshalb haben Frauen auch schneller kalte Füsse und Hände.

Warum frieren manche Menschen schneller als andere?

Dafür sind unter anderem auch unsere Gene verantwortlich. Es ist nämlich vererbbar und von Geburt an bestimmt, wie viele Wärmerezeptoren wir auf der Haut haben. Diese Rezeptoren beeinflussen dann unser Temperaturgefühl.

Eine grosse Rolle spielt aber auch unsere Herkunft. Kommt man aus dem kalten Norden, ist sich der Körper an die Kälte gewohnt und ist abgehärtet.

Was sind Gründe, dass gewisse Menschen mehr frieren?

Menschen mit einem tiefen Blutdruck frieren schneller, denn ein tiefer Blutdruck heisst, dass es länger geht bis das Blut vom Herzen in den ganzen Körper gepumpt wird. Aber ein positiver Aspekt ist: Menschen mit einem tieferen Blutdruck leben statistisch gesehen länger.

Ein weiterer Grund für übermässiges Frieren ist vielleicht dein Terminkalender! Schlafmangel und Stress können unseren Körper in einen «Überlebensmodus» versetzen. Unser Körper achtet auf überlebenswichtige Organe wie Herz und Lunge und pumpt das Blut zuerst zu ihnen. Die Haut mit den Kälterezeptoren ist dann nicht mehr so gut durchblutet und wir beginnen zu frieren.

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Quelle: CH Media Video Unit

Quelle: Radio 24
veröffentlicht: 7. Januar 2021 17:13
aktualisiert: 8. Januar 2021 09:12