Cordula C.
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Sich neu erfinden in der Krise

«Musik war mein Leben»

Die Corona-Situation zwingt viele Menschen, sich neu zu orientieren. Wir treffen diese Menschen und hören uns ihre Geschichte an.

Dein Leben hat sich auch um 180 Grad gedreht oder du hast dich selbst neu erfunden? Wir suchen Menschen, die uns ihre Geschichte erzählen wollen. Erzähl uns deine Geschichte:

Opernsängerin Cordula wird Lebenscoach

Cordula C.
Foto: Radio 24

Cordula C. Pozimowski ist in Berlin geboren und lebt seit 2008 in der Schweiz. Sie hat Psychologie studiert, bevor sie Musik und Operngesang studierte und dann Vollzeit als Sängerin und Gesangslehrerin arbeitete.

Cordula: «Musik war mein Leben»

Durch die Corona-Pandemie konnte sie ihre Leidenschaft und ihren Beruf, aber nicht mehr wie gewohnt ausüben. Sie versuchte, wie so viele andere auch, mit digitalen Hilfsmitteln weiterhin arbeiten zu können.

Cordula: «Gesangsunterricht über Zoom war Katastrophe»

Da trotz modernster Technologie leider nicht alles digitalisiert werden kann, musste sie sich ein anderes Standbein aufbauen.

Cordula: «Es war wie ein Blitz und ich wusste was ich mache»

Inzwischen weiss Cordula, dass sie auch, wenn die Pandemie vorbei ist, weiterhin Menschen coachen will.

Cordula: «Ich werde beides weitermachen»

Zürcherin Nives zieht ins Engadin

Nieves Hotel Chesa Rosatch
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Die 32-jährige Nives aus Unterengstringen absolvierte die Hotelfachschule in Luzern und arbeitete als Eventmanagerin. Im Jahr 2020 wollte sie sich in der Eventbranche selbstständig machen. Das Coronavirus hat ihr aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn besonders die Eventbranche hat mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen.

Nives: «Mit dem ersten Lockdown waren meine Pläne dahin»

Ein ehemaliger Mitschüler fragte sie dann an, ob sie für die Sommersaison im selben Engadiner Hotel wie er im Service arbeiten wolle. Durch die Reisebeschränkungen machten viele SchweizerInnen Ferien im eigenen Land und das Hotel wurde überrannt. Ohne gross zu zögern, packte sie ihre Tasche und machte sich auf den Weg.

Nives: «Nach 13 Stunden Arbeit noch schnell mit dem E-Bike nach Hause»

Und obwohl sie im Sommer unglaublich viel und hart arbeiten musste, fiel sie jeden Tag glücklich ins Bett.

Nives: «Diese Zufriedenheitsgefühl hatte ich vorher nicht.»

Aus der Übergangslösung hat sich inzwischen mehr entwickelt: Nives arbeitet die ganze Wintersaison im Service und wird im Sommer in der Organisation des «Festival da Jazz» in St. Moritz arbeiten. Es gab einen ausschlaggebenden Punkt, an dem ihr klar wurde, sie muss im Engadin bleiben.

Nives: «Ende Sommer wusste ich, hier muss ich bleiben»

DJ Muri wird Lastwagenchauffeur

DJ Muri
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DJ Muri ist seit 40 Jahren eine Ikone im Zürcher Nachtleben. Bereits als 14 Jähriger stand er hinter dem DJ Pult. Aber auch als Eventveranstalter ist der 53-jährige Marcel Maurer tätig. Und dann kam Corona. Viele Branchen und Unternehmen haben die Auswirkungen der Pandemie stark zu spüren bekommen. So auch die Nachtclub- und Veranstaltungsbranche. Es ist die Planungsunsicherheit, die am meisten zu schaffen macht. DJ Muri ist überzeugt, dass es die Normalität wie wir sie vor Corona kannten, erst wieder in ein paar Jahren geben wird.

DJ Muri: «Normalität wird es noch lange nicht geben!»

Mit der aktuellen Situation umzugehen ist nicht einfach. Viele sehen ihre berufliche Grundlage, ihre jahrelangen Investitionen und ihr Lebenswerk in Gefahr - Existenzängste plagen sie.

DJ Muri: «Die Frage war, was mit meinem Leben passiert»

Maurer musste sich bereits während des Lockdowns mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Nun muss er aber schnell handeln, denn sein Budget reicht nur noch bis Ende Jahr. Er hat sich für eine Umschulung in eine, wie er sagt «corona-sichere» Branche entschieden. Er wird Lastwagenchauffeur.

DJ Muri: «Ich muss möglichst schnell eine Ausbildung machen!»

Trotz der plötzlichen und erzwungenen beruflichen Umschulung, freut sich Maurer auf die neue Herausforderung.

DJ Muri: «Man muss positiv bleiben und neue Wege suchen»

Quelle: Radio 24