Foto: Radio 24 mit Bildmaterial von facebook/billy monger racing

Good News of the Day

Drei Monate nach der Bein-Amputation: Billy Monger sitzt wieder im Rennboliden

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Billy Monger musste nach seinem Rennunfall beide Unterschenkel amputieren. Dies hindert ihn aber nicht an der Rückkehr auf die Rennstrecke.

«Ich bin zurück», verkündet der 17-jährige Rennfahrer Billy Monger seinen Fans über die sozialen Medien. Dazu postet er ein Video, wie er aus seinem Rollstuhl in ein Rennauto einsteigt. Geschafft, er sitzt wieder auf dem Fahrersitz. Es sei zu lange her, schreibt der Teenager. Dabei sind erst drei Monate seit seinem schrecklichen Rennunfall im englischen Donington Park vergangen.

Es passierte an einem Formel-4-Rennen am 16. April, am Ostersonntag. Das Auto seines Rennfahrkollegen Patrik Pasma verlor plötzlich an Geschwindigkeit, Billy Monger konnte nicht mehr bremsen und fuhr mit voller Geschwindigkeit in das Heck.

Der schreckliche Unfall von Billy Monger

F4 British Championship 2017. Race 3 Donington Park. Billy Monger Horrifying Crash

Quelle: youtube

Patrik wurde beim Unfall nur leicht verletzt, Billy hatte weniger Glück. Erst nach 90 Minuten konnten die Rettungskräfte ihn aus seinem zerstörten Boliden befreien und den Briten ins Spital in Nottingham bringen. Seine Verletzungen an den beiden Beinen waren so gravierend, dass die Ärzte ihm beide Unterschenkel amputieren mussten.

Seine jetzige Rückkehr in den Boliden soll nur der erste Schritt von vielen sein. Denn trotz des Unfalls: Monger will Rennfahrer bleiben. Dabei verfolgt der 17-Jährige grosse Ziele: Eines Tages will er das 24-Stunden Rennen von Le Mans gewinnen.

Zum ersten Mal nach dem Unfall steigt Billy wieder in ein Rennauto

Dabei kann er auf einen wichtigen Unterstützer zählen – Frédéric Sausset. Der sowohl arm- wie auch beinamputierten Franzose will beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2020 mit einem eigenen Team antreten. Dabei sollen drei Piloten mit einer körperlichen Behinderung eingesetzt werden. Darunter Billy. Dass es möglich ist, bewies Sausset im vergangenen Jahr gleich selbst, als er am berühmtesten Langstreckenrennen der Welt an den Start ging. Als erster vierfachamputierter Rennfahrer.

«Es war unglaublich, als Fred mich nach meinem Unfall kontaktiert hat und mich gefragt hat, ob ich Teil seines Projekts werden will, das behinderten Menschen Motorsport auf höchstem Level ermöglichen soll», sagte Billy Monger gegenüber dem Magazin «Autosport».

 

Quelle: watson.ch 7.7.2017

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