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Steigende Fallzahlen: Ombudsstelle will mehr Angestellte

ZVV-Billett zu spät gelöst, beim Steueramt versehentlich als «verstorben» gemeldet und verloren gegangene Lehrerdiplome: Ombudsmann Jürg Trachsel sieht sich mit einer steigenden Zahl von Fällen konfrontiert. (Archivbild)
Foto: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Ombudsstelle

Ombudsstelle will wegen steigenden Fallzahlen mehr Angestellte

Die Ombudsstelle des Kantons Zürich ist mit einer zunehmenden Zahl von Fällen konfrontiert. Ombudsmann Jürg Trachsel verlangt deshalb zusätzliche Stellen, um all die Beschwerden und Fragen aus der Bevölkerung behandeln zu können.

Im vergangenen Jahr landeten 835 neue Fälle auf dem Pult der Ombudsstelle. Das sind leicht mehr als im Vorjahr, als die Meldestelle für Beschwerden aus der Bevölkerung mit 817 neuen Fällen konfrontiert war. Dies geht aus dem Jahresbericht hervor, der am Mittwoch publiziert wurde.

Ombudsmann Jürg Trachsel (SVP) erwartet für die kommenden Jahre «weiter steigende Fallzahlen». Nur schon deshalb, weil sich eine zunehmende Zahl von Behörden der Ombudsstelle anschliesst. Seit Anfang diesen Jahres gelangen etwa auch Beschwerden im Zusammenhang mit den evangelisch-reformierten Kirchgemeinden zur Ombudsstelle.

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Zwei Vollzeitstellen mehr

Trachsel wird voraussichtlich bei der Budgetdebatte des Kantonsrats eine Aufstockung um zwei Vollzeitstellen beantragen. Dies sei lediglich als Ankündigung eines Antrags zu verstehen, aber «als ernst zu nehmende», schreibt er.

Seit rund dreissig Jahren hat die Ombudsstelle 4,3 Vollzeitstellen. Damals bearbeitete die Beschwerdestelle aber viel weniger Fälle. Im Jahr 1991 waren es erst 548 neue Fälle, also gut 300 weniger als im vergangenen Jahr.

(sda/joe)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 8. Mai 2024 10:57
aktualisiert: 8. Mai 2024 10:57