Das Koalweibchen Pippa ist gestorben
Foto: Zoo Zürich
Zoo Zürich

Koalaweibchen Pippa ist tot

Der Zoo Zürich hat einen weiteren Koala verloren: Das knapp vierjährige Koalaweibchen Pippa wurde am Montagmorgen tot aufgefunden. Das Tier starb vermutlich an einer Leukämie, die durch ein bei Koalas typisches Retrovirus ausgelöst wird.

Pippa habe seit etwa zwei Monaten an Gewicht verloren, teilte der Zoo am Dienstag mit. Man habe das Koalaweibchen, das seit 2019 im Zoo Zürich lebte, deshalb in den Hintergrund genommen, um sie besser betreuen und überwachen zu können.

Die massenhafte Vermehrung des Retrovirus schwächt das Immunsystem der Koalas. Dadurch werden sie anfälliger für verschiedene Krankheiten. Eine Leukämie, wie sie bei Pippa vermutet werde, sei eine der häufigsten Retroviren-Folgeerkrankungen bei Koalas.

Nicht der erste Todesfall

Pippa ist nach den beiden Männchen Mikey und Milo bereits das dritte Tier im Zoo Zürich, das an den Folgen des Retrovirus gestorben ist. Es gibt bislang keine Möglichkeit, die Tiere zu heilen. Auch in der wildlebenden Koala-Population in Australien ist das Virus weit verbreitet.

Pippa gebar im vergangenen Jahr Uki, das erste Koala-Jungtier in der Schweiz. Das mittlerweile mehr als ein Jahr alte Tier ist von der Mutter unabhängig und laut Mitteilung wohlauf. Hier seht ihr Uki, wie er sich im Dezember den Besucherinnen und Besuchern gezeigt hat.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: CH Media Video Unit / TeleZüri

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Mai 2021 11:36
aktualisiert: 18. Mai 2021 13:56