Rüebli / Karotten
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Vermischtes

Wegen Corona-Massnahmen gibt es in den Läden grössere Rüebli

Grössere Rüebli gehen normalerweise an Restaurants. Um sie nicht alle wegwerfen zu müssen, findet man sie nun im Detailhandel. Zudem seien die Kunden in der Coronakrise weniger heikel beim Obst, sagen die Bauern.

Rüebli, die schwerer sind als 200 Gramm, gehen in die Restaurants und Kantinen. Doch seit dem Lockdown sind diese geschlossen. Damit man die Rüebli nicht wegwerfen muss, haben die Gemüseproduzenten mit den Abnehmern eine Sonder-Vereinbarung getroffen.

«Bei den Karotten konnten wir die Kalibergrösse von 200 auf 250 Gramm anpassen. Damit können Sie im Offenverkauf im Detailhandel oder auch im Ein-Kilo-Beutel etwas grössere Karotten finden», erklärt Markus Waber, der stellvertretende Direktor des Schweizer Gemüseproduzentenverbandes gegenüber Radio SRF.

Mehr Kartoffeln verkauft

Die Obstbauern merken, dass die Kundschaft momentan weniger heikel ist. So kaufen sie mehr Äpfel zweiter Klasse, sagt Christian Schönbächler vom Schweizerischen Obstverband: «Wir vermuten, dass gegenwärtig vermehrt Äpfel zum Kochen und Backen verwendet und dafür die günstigeren Produkte gekauft werden.»

Der Corona-Effekt sei auch sehr deutlich bei den Kartoffeln zu spüren. Laut Christine Heller, Geschäftsführerin des Branchenverbandes Swiss-Patat, werden im Detailhandel derzeit zwischen 20 und 30 Prozent mehr Kartoffeln verkauft im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: Radio 24