Handy Akkus in der Kälte
Ufsteller

So überleben eure Gadgets die klirrende Kälte

Smartphones sind auch bei Minustemperaturen unsere ständigen Begleiter. Damit sie die Eiseskälte gut überstehen, haben wir euch fünf Tipps zusammengestellt.

An der Bushaltestelle, im Büro oder beim Mittagessen: Der Smalltalk dreht sich derzeit vor allem um eins, die Kälte. Der Winter ist endgültig im Flachland angekommen und die Kälte tut euren Gadgets keinen Dienst. Mit folgenden Tipps sollten sie die kälteste Jahreszeit gut überstehen.

1) Akku warmhalten

Ob Smartphone, Tablet oder Notebook: Kalte Akkus verlieren nicht nur Leistung, sondern können auch weniger Energie aufnehmen. Je niedriger die Temperatur, desto weniger Energie wird gespeichert. Das gilt auch für die praktischen Ersatz-Akkus, sogenannte Powerbanks.

Man sollte das Smartphone möglichst nah am wärmenden Körper tragen, am besten in der Hosen- oder Jackentasche. Dort ist das Gerät auch vor Temperatur-Schwankungen geschützt. Dies gilt allerdings nicht für Situationen, in denen man stark schwitzt und/oder Wintersport treibt, siehe Punkt 4.

Auf bedrohlich tiefe Akku-Anzeigen kann man mithilfe einer Powerbank und eines Ladekabels kurzfristig reagieren. Zudem gibt es einen Geheim-Trick für iPhone-User: Auch ohne Aufladekabel oder Powerbank ist ein Restart möglich. Drückt hierzu für circa 30 Sekunden immer abwechselnd die Standbytaste und den Homebutton. Danach könnt ihr das iPhone wie gewohnt wieder einschalten.

2) Wenn das Gerät nicht mehr reagiert ...

Einige Smartphone-Besitzer dürften nicht wissen, dass ihr Gerät bei eisiger Kälte plötzlich den Dienst verweigern kann oder sich sogar abschaltet, wenn die elektrische Spannung zu sehr abfällt.

Bei iPhone und Co. gilt: Laut Apple-Support sollte man alle iOS-Geräte nur in einem Temperaturbereich zwischen null Grad und 35 Grad Celsius verwenden. Dicke Schutzhüllen können natürlich helfen.

Ein durchgefrorenes Gerät sollte man vor dem erneuten Aufladen warm werden lassen. Also nicht auf die Heizung legen, sondern bei Zimmertemperatur lagern und es langsam angehen. Um Schäden an der Elektronik des Geräts zu vermeiden, sollte es ausgeschaltet bleiben, bis es eine normale Temperatur erreicht hat.

Falls das iPhone unerwartet schnell schlapp macht, kann aber auch der Akku am Ende seiner Lebenszeit angekommen sein. Bekanntlich bieten die in modernen Mobilgeräten verbauten Lithium-Ionen-Batterien nur für eine gewisse Anzahl Ladezyklen die volle Leistung. Bei Problemen lohnt es sich, den Akku-Zustand mittels Apps zu überprüfen.

3) Nichts im Auto liegen lassen (auch nicht das Navi)

Übrigens dankt es einem auch das berührungsempfindliche Display, wenn das Gerät nicht allzu stark abkühlt. Denn der Touchscreen reagiert langsamer auf Berührungen, wenn die im Bildschirm enthaltenen Flüssigkristalle vereisen. Farbdarstellung und Beleuchtung können sich ebenfalls massiv verschlechtern.

Normalerweise verschwinden die Fehler, wenn das Gerät wieder aufgewärmt ist, manche Defekte bleiben aber dauerhaft.

Mobilgeräte, ob Smartphone, Tablet oder Laptop, sollte man darum im Winter nicht längere Zeit im Auto liegen lassen.

Vor eisigen Nächten ist es sinnvoll, auch tragbare Navigationsgeräte über Nacht mit ins Warme zu nehmen.

4) Zu nah am Körper ist riskant

Das Smartphone direkt am Körper zu tragen, birgt gewisse Risiken. Ob Schnee-Wandern oder Skifahren: Beim Wintersport wird heftig geschwitzt. Empfindliche Mobilgeräte sollten deshalb vor Schweiss und Kondenswasser geschützt werden.

Auch der schnelle Temperatur-Wechsel, wenn man von draussen an die Wärme kommt, kann zu Kondenswasser (im Innern des Gehäuses) führen. Dies wiederum verursacht im schlimmsten Fall Störungen oder gar einen Totalausfall.

Wer rasante Abfahrten mit Schlitten und Co. plant, sollte das Handy sicher verstauen. Die massiven Gehäuse können zu Verletzungen führen, wenn sie sich bei einem Sturz «quer stellen».

5) Headset benutzen

Falls man ein längeres Telefonat in der Kälte führen muss, ist ein Headset zu empfehlen. Dank Ohrstöpsel und Mikrofon muss man kein kaltes Gerät ans Ohr halten, die Finger werden nicht kalt und das Smartphone kann in der wärmeren Tasche bleiben.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in längerer Form bei watson.ch.