HARDBRUECKE
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Zürich

Ampeln im Boden sollen's richten

An den Haltestellen der Hardbrücke herrscht viel Verkehr. Velofahrer und wartende Menschen kommen sich häufig in die Quere – das führt oft zu Konflikten. Rote und weisse Ampeln sollen nun zeigen, wer Vortritt hat.

Trams, Busse, Velofahrerinnen und Fussgänger – alle bewegen sich an den Haltestellen der Hardbrücke auf engstem Raum. Vor allem in den Stosszeiten halten sich viele Personen auf dem Trottoir auf. Dies führt immer wieder zu Konflikten mit Velofahrern, die sich einen Weg durch die wartende Menge suchen müssen. Weil ein separater Veloweg nicht realisierbar ist, müssen sich Fussgängerinnen und Velofahrer den knappen Raum teilen.

Um solche Konflikte möglichst zu vermeiden, zeigen bei den Haltestellen auf der Hardbrücke weisse und rote Lampen im Asphalt an, wer Vortritt hat. Dieses Verkehrssystem möchte die Stadt Zürich den Menschen näherbringen und nochmals ins Gedächtnis rufen.

So funktioniert's
Je nach Situation werden die einzelnen Flächen dem Veloverkehr oder den ÖV-Passagieren zugewiesen. Zwei Lampen-Reihen verlaufen parallel zur Fahrbahn. Mehrere kürzere Bänder mit roten LED-Lampen sind im rechten Winkel zur Fahrbahn angeordnet. Leuchten die weissen Lampen, zeigen sie den Velos einen Fahr-Korridor an. Für die an der Bushaltestelle Wartenden heisst das, sie sollen sich ausserhalb des Korridors aufhalten. Wenige Sekunden vor der Einfahrt eines Busses (oder Trams) zeigt die Lampen-Reihe bei der Fahrbahn an, in welchem Bereich der Haltestelle das Fahrzeug anhält. Kurz bevor sich seine Türe öffnen, erlöschen die weissen Lampen. Nun signalisieren die roten Lampen den Velofahrenden, dass sie anhalten sollen, da Passagiere ein- und austeigen.