«Nur 115 Gegenstände zu besitzen, fühlt sich unglaublich befreiend an!»
Ufem Bänkli mit...

«Nur 115 Gegenstände zu besitzen, fühlt sich unglaublich befreiend an!»

Einmal in der Woche trifft sich Céline Werdelis von der «Abig-Show» auf einem «Bänkli» mit Menschen, die mit Leidenschaft ein Ziel verfolgen, sich für eine Sache, die ihnen am Herzen liegt, einsetzen oder die einen aussergewöhnlichen Beruf ausüben – wer weiss, was für eine Lebensgeschichte uns erwartet!

Der Minimalist Alan Frei (37) besitzt nur 115 Gegenstände: Eine Gabel, einen Löffel, einen Teller und ein Badetuch. Beim Thema Schuhe allerdings, tut sich Alan ein bisschen schwer. Denn er ist überzeugt, dass er zu viele Schuhe hat: «Ich schaffe es einfach nicht, weniger als sechs Paar Schuhe zu haben.» Alan ist amüsiert über Célines erstaunten Gesichtsausdruck.

Keine Gedanken daran verschwenden müssen, was man anziehen soll

Alan hat sich mit «Amorana» ein erfolgreiches Sextoy-Business aufgebaut, reist viel und versucht, den Moment zu geniessen. Im Hier und Jetzt zu leben sei ihm wichtig. «Es sind so viele Entscheidungen, die wir tagtäglich treffen müssen. Nur schon, wenn ich mir am Morgen keine Gedanken mehr machen muss, was ich anziehen soll, gibt mir das so viel Freiheit!», erzählt Alan. Bei nur je sieben Hosen, Hemden und Pullovern im Schrank gibt es tatsächlich nicht viele Kombinationsmöglichkeiten. Da würden so manche einiges an Zeit sparen.

«Es ist ein befreiendes Gefühl zu wissen, dass ich in nur 15 Minuten mein ganzes Hab und Gut eingepackt haben könnte.»

Was hat Alan vor acht Jahren zu diesem Lebensstil bewogen? «Bei der Räumung des Elternhauses, als mein Vater starb, habe ich realisiert, wie viele Gegenstände sich über die Jahre hinweg angesammelt haben.» Und plötzlich fiel ihm auf, dass man Dinge gar nicht mehr so richtig wahrnimmt wie beispielsweise Bilder an der Wand. «Das ist mir eingefahren!» Deshalb mache es ihn nun glücklich, so wenig zu besitzen. «Es ist ein befreiendes Gefühl zu wissen, dass ich in nur 15 Minuten mein ganzes Hab und Gut eingepackt haben könnte.»

«Ich bin genauso ein Marketing-Opfer!»

Er kenne das Gefühl, wenn man im Schaufenster etwas Schönes sieht, das man gerne haben würde. «Ich bin genauso ein Marketing-Opfer!», meint Alan und lacht dabei herzlich. Was er dann für Tricks anwendet, um eben nicht dem Kauf-Impuls zu folgen, weshalb er eine App hat, die ihm anzeigt wie lange er noch zu leben hat und was der Tod mit seinem Minimalismus zu tun hat, das hörst du im ganzen Gespräch.

Quelle: Radio 24