«Es gab Leute, die mich tatsächlich um Bestatter-Rat gefragt haben»
Ufem Bänkli mit...

«Es gab Leute, die mich tatsächlich um Bestatter-Rat gefragt haben»

Einmal in der Woche trifft sich Céline Werdelis von der «Abig-Show» auf einem «Bänkli» mit Menschen, die mit Leidenschaft ein Ziel verfolgen, sich für eine Sache, die ihnen am Herzen liegt, einsetzen oder die einen aussergewöhnlichen Beruf ausüben – wer weiss, was für eine Lebensgeschichte uns erwartet!

Reto Stalder spielte im «Bestatter» rund sieben Jahre den einfühlsamen Angestellten und späteren Geschäftspartner Fabio Testi.

«Hä, wie kommen die auf die Idee, dass ich in diese Rolle passen würde?!»

Reto war im zweiten Jahr des Schauspielstudiums als jemand vom Bestatterteam im Unterricht vorbei kam. Kurz darauf erhielt er die Casting-Einladung. «Als ich mich in die Rolle einlas, hatte ich das Gefühl, dass das überhaupt nichts mit mir zu tun hat. Die Rolle des Fabio bewegt sich in der GOA-Szene, war speziell gekleidet. «Ich dachte, hä?! Wie kommen die auf die Idee, dass ich in diese Rolle passen würde?!», erzählte Reto in breitem Berndeutsch.

«Das Thema Tod wurde viel präsenter»

Bis zu seiner Bestatter-Rolle hatte sich Reto noch nicht viel Gedanken über das Thema Tod gemacht. Während der Auseinandersetzung mit der Rolle, hat sich das geändert. Das spürte man beim ganzen Team: «Während den Dreharbeiten fängt man an in der Kaffee-Pause ganz natürlich darüber zu reden, wie man selber gerne bestattet werden möchte», erzählte Reto.

Es gab auch Situationen, in denen Leute ihn um seinen Bestatter-Rat fragten. Eine Begegnung einer Bestattungs-Ratsuchenden blieb ihm besonders in Erinnerung und hinterliess ein unwohles Gefühl. Was das für eine Begegnung war, die Reto wohl nicht so schnell vergessen wird, darüber hat er unter anderem mit Céline im Interview gesprochen.

Und: Wer Reto in seiner neusten Rolle als Müllers Sohn im Märchen «De gstifleti Kater» sehen möchte, kann das ab Samstag, 11. Juli bis am 2. August im Theater im Märliwald im Wildnispark Sihlwald.

Quelle: Radio 24