Foto: Radio 24 mit Bildmaterial von teamfast

Good News of the Day

Holländische Studenten entwickeln Öko-Bus, der mit Ameisensäure fährt

Präsentiert von:
watson

"Good News of the Day": Eure tägliche Dosis positiver Nachrichten aus aller Welt von watson.ch.

Seite besuchen

Holländische Studenten sind dem perfekten grünen Treibstoff ein Stück näher gekommen. Das Team «Fast», eine Gruppe von 40 Kommilitonen der Eindhoven University of Technology, hat einen Elektrobus entwickelt, der mit Ameisensäure fährt. 

«Wir haben weltweit den ersten Bus entwickelt, der mit Ameisensäure als Grundstoff fährt. Das ist viel billiger als Wasserstoff, liefert aber die gleichen ökologischen Vorteile», sagt Mitdesigner Lucas van Cappellen.

Ameisensäure kommt in der Natur als Sekret vor, das bei Bissen von Ameisen und anderen Insekten abgesondert wird. Es kann aber auch synthetisch hergestellt werden. Der Vorteil dabei: die Herstellung ist praktisch grün. Konventionelle Elektrobusse hingegen beziehen ihren Strom aus Batterien, bei deren Herstellung in Kraftwerken Schadstoffe emittiert werden.

Aber wie treibt die Flüssigkeit einen Motor an? Die Ameisensäure wird in einem mitgeführten Anhänger mittels eines komplexen Verfahrens in Elektrizität umgewandelt. Im Gegensatz zu normalen Elektrobussen fährt der Ameisen-Bus so komplett schadstofffrei. Das Endprodukt haben Van Cappellen und sein Team «Hydrozine» getauft.

«Unser Tank fasst ungefährt 300 Liter», sagte Van Cappellen gegenüber der «BBC». Das reiche für 200 Kilometer. Es sei aber kein Problem, den Tank grösser zu machen und so die Reichweite des Busses zu erhöhen. 

Ein weiterer Vorteil von Hydrozine: da sich die Technik nur unwesentlich von Wasserstoff unterscheidet, müssten die heutigen Tankstellen kaum nachgerüstet werden.

2018 soll mithilfe eines Chemieunternehmens Ameisensäure in industriellem Umfang hergestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt soll auch ein kleinerer Generator entwickelt sein, der in Fahrzeuge eingebaut werden kann. Aber das Team «Fast» denkt bereits weiter: In Zukunft soll Hydrozine auch zur Versorgung von Treibhäusern eingesetzt werden können. 

Quelle: watson.ch 9.10.2017

Radio 24
Video Icon
Live
  • Radio 24
    Radio 24