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Zürcher ärgern sich über Arbeitgeber wegen verweigertem Vaterschaftsurlaub

Fachstelle für Gleichstellung

Zürcher ärgern sich über Arbeitgeber wegen verweigertem Vaterschaftsurlaub

Bei der Fachstelle für Gleichstellung in Zürich hat sich in den vergangenen Monaten eine zunehmende Zahl von Vätern gemeldet. Sie suchen unter anderem Rat, weil ihnen der Arbeitgeber den Vaterschaftsurlaub verweigert, auf den sie eigentlich Anspruch haben.

Es gebe «gewisse Unsicherheiten bei der Anwendung» des Vaterschaftsurlaubes, so Susanne Nef, Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung. Wie viele Väter genau Rat suchen, kann sie nicht beziffern. Es seien aber mehrere pro Monat, Tendenz zunehmend.

Manche Arbeitgeber würden Druck ausüben, damit die Väter auf den Urlaub verzichten. Besonders unkooperative Branchen kann sie dabei aber nicht feststellen, das sei querbeet. Häufig gebe es auch Fragen von Teilzeitangestellten oder Studenten, die nicht wüssten, wie viel Vaterschaftsurlaub sie nun zugute hätten.

Bisher noch kein Fall vor Arbeitsgericht

Die Fachstelle berät die Väter und stellt ihnen alle Fakten zur Verfügung. Ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen sie diese jedoch selber. Ein Fall fürs Arbeitsgericht wurde ein verweigerter Vaterschaftsurlaub bisher nicht, wie Nef weiter sagte.

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Seit Januar 2021 können Väter in der Schweiz einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub beantragen. So hatten es die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im September 2020 mit grosser Mehrheit beschlossen.

(sda/osc)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 5. März 2024 12:24
aktualisiert: 5. März 2024 12:32