Madeira Titelbild
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Reisewelten

Madeira - mehr als nur Christiano Ronaldo

Die portugiesische Insel Madeira ist vor allem für seinen Superstar Christiano Ronaldo bekannt. Doch die Insel westlich von Marokko hat noch viel mehr zu bieten. Ein Reisebericht von Janne Strebel:

Nun ja, Christiano Ronald ist definitiv omnipräsent auf Madeira. Christiano Ronaldo Flughafen, Christiano Ronaldo Büste, Christiano Ronaldo Hotel, Christiano Ronaldo Museum. Doch auch wenn man nicht gerade Fussball-Experte ist und bei den Souvenierständen nicht zwingend nach einer der zahlreichen Ronaldo-Wackelfigur greifen muss, lohnt sich eine Reise allemal.

Funchal

Meine Reise startet in der Hauptstadt Funchal. Sie erstreckt sich vom Hafen direkt am Meer bis hoch in die Berge hinauf. Es überrascht nur wenig, dass sich Mitten durch die Stadt eine Seilbahn erstreckt. Sie verbindet die abgelegenen Häuser in den Bergen von Funchal mit der Innenstadt. Und gerade diese hat es in sich. Neben botanischen Gärten mit Pflanzen aus aller Welt sorgen von Künstlern bemalte Türen für zusätzliche Farben in den Gassen. Eine immer zugängliche Freilicht-Kunstausstellung sozusagen. Und natürlich ist da auch noch Christiano Ronaldo, aber zu dem kommen wir erst später.

FOTO FUNCHAL

Und noch ein kleiner Tipp für den Spaziergang in Funchal. Im Hafen befindet sich ein Replikat des Schiffes von Christoph Kolumbus. Sehenswert!

Bergwelt

Neben Funchal beeindruckt Medeira auch durch seine einzigartige Bergwelt. Man hat das Gefühl in Costa Rica oder sonstwo in Mittelamerika zu sein. Mich persönlich hat es ein wenig an die Insel von Jurassic Park erinnert. Nur die Dinos fehlen.

Zusammen mit Reiseführerin «Lucia» sind wir bereits am zweiten Tag unserer Reise in die Berge aufgebrochen. Mit einem Jeep ging es die steilen Strassen hinauf, bis hin zu kleinen Bergdörfern, die sich teilweise an den steilsten Hängen befinden. Doch warum bevorzugen die Einheimischen diese abgelegenen Dörfer? Die Antwort hat einen langen geschichtlichen Hintergrund. Hier die Erklärung:

BEITRAG BERGE

Der Charme der Bergdörfer wird aber auch von ihrer Umgebung geprägt. Die Eukalyptus-Wälder sind dabei nur der Anfang.

Pflanzenwelt

Madeira ist im Grunde genommen ein botanischer Garten in XXL. Auf der Insel wachsen Pflanzen aus aller Welt. Grund sind die Seefahrer, die vor Jahrhunderten die Pflanzen von ihren Entdeckungsreisen mitgebracht haben. So wachsen auf Madeira neben australischem Eukalyptus südamerikanische Papayabäume bis hin zu Blumen aus Indien.

Aufgrund des Vulkanbodens und des milden Klimas wachsen die Pflanzen auch dementsprechend gut. Reisetipp: Bei einer sogenannten «Levada-Wanderung» in den Bergen gibt es besonders viele exotische Pflanzen zu sehen.

Levadas

Ein zweiter Ausflug während unserem Aufenthalt auf Madeira führte uns entlang der sogenannten Levadas. Die Bewässerungs-Kanäle wurden im 15. Jahrhundert angelegt und werden bis heute genutzt. Levadas sind künstliche Wasserkanäle, mit denen Wasser aus dem Norden in den trockeneren Süden transportiert wird. Mit dem Wasser werden die Felder der Bauern bewässert, Häuser mit Trinkwasser versorgt und auch die Hauptstadt Funchal bezieht ihr Wasser aus den Levadas.

Auch im Tourismus spielen die Wasserkanäle mittlerweile eine grosse Rolle. Diverse Firmen bieten sogenannte «Levada-Wanderungen» an. Auch ich durfte zusammen mit meiner Reisegruppe an einer solchen Wanderung teilnehmen. Mitten durch den Dschungel wanderten wir gemeinsam mit unserem Guide «Gonzalo» zur Quelle einer Hauptlevada. Wie sich dieses Abenteuer abspielte, hörst du hier:

BEITRAG WANDERUNG

Janne Strebel
Quelle: Radio 24