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Foto: Radio 24
Unwetter

Heftige Gewitter über der Schweiz

In der Nacht auf Dienstag kam es im nördlichen Mittelland und der Nordwestschweiz zu starken Gewittern. Rund 13'000 Blitze entluden sich innerhalb weniger Stunden. Die Gewitterfront zog über die Kantone Solothurn, Aargau und Zürich bis hin zum Bodensee.

Bereits in der Nacht kam es vereinzelt zu heftigen Niederschlägen und Gewittern. Am Dienstag soll es laut Prognose zumindest teils sonnig werden. Allerdings kommt es bereits am Vormittag zu ersten Schauern, am Nachmittag teils kräftige Gewitter. Es wird schwül, 27-29 Grad. Dabei besteht das Potenzial für Starkregen, Sturmböen sowie lokal auch Hagel. Auch in der Nacht auf Morgen muss mit weiteren Gewittern gerechnet werden.

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, gab es in der vergangenen Nacht vor allem ganz im Norden der Schweiz einige, teils kräftige Gewitter. Gegen den Morgen hin verlagerte sich das Ganze auch in die Kantone Solothurn, Aargau und bis weiter an den Bodensee. Auch im Berner Oberland sowie in der Zentralschweiz zogen einige Gewitterzellen durch. Damit einhergehend entluden sich tausende Blitze, am meisten davon im Kanton Thurgau (2955), gefolgt von den Kantonen Zürich (2519) und Aargau (1439).

In Kombination mit den Gewittern fielen örtlich auch grosse Niederschlagsmengen. So konnten seit gestern Abend beispielsweise in Oberneunforn (TG) 37 Millimeter Regen registriert werden (siehe Hitliste). Lokal dürften aber auch deutlich grössere Summen zustande gekommen sein.

Schnellabschaltung im AKW

Im Block 1 des Atomkraftwerks Beznau kam es in der Nacht auf Dienstag zu einer Schnellabschaltung. Grund dafür war eine Störung um 1.34 Uhr im Unterwerk, wie die Axpo mitteilt. Verantwortlich dafür sei wahrscheinlich ein Blitzschlag. «Damit war der Abtransport des im Kernkraftwerk Beznau produzierten Stroms teilweise nicht mehr gewährleistet», heisst es in der Mitteilung.

Im Block 2 wurde die Produktion gedrosselt. Dessen Leistung wurde ab 3.50 Uhr wieder erhöht. Im Laufe des Vormittags soll auch Block 1 wieder ans Netz gehen.

Beeinträchtigung des Flugverkehrs

Am Morgen kam es am Flughafen Zürich zur Beeinträchtigung des Abflugverkehrs, da das Risiko eines Blitzeinschlages so hoch war. Die Mitarbeiter des Flughafens Zürich durften das Flughafenaussengelände nicht betreten. Betroffen waren jedoch nur die Abflüge – für diese benötigt es Bodenpersonal. Der Flugverkehr ist seit rund einer Stunde wieder uneingeschränkt möglich.

Perron am HB Zürich überflutet

Auch der HB Zürich kämpft gegen das Unwetter. Auf einem Perron sprudelte das Wasser aus einem Dolen-Deckel hervor. Laut einem Mediensprecher der SBB gegenüber 20Minuten hat dies aber keinen Einfluss auf den Bahnbetrieb. Alle Züge fahren demnach pünktlich.

AZ / watson