7793622361686472
7793622361686472
Foto: Screenshot YouTube
Abig-Show

Dieser Shop hat gerade massenweise Influencer übers Ohr gehauen – und zwar vom Feinsten

Dieser Stunt hat eingeschlagen. Die US-Ladenkette Payless, welche Billigschuhe verkauft, hat in Los Angeles massenweise Influencer blossgestellt. Die Social-Media-(Möchtegern)-Stars bezahlten für Schuhe bis zu 1800 Prozent des eigentlichen Preises.

Das Ziel des Unternehmens war eine Image-Korrektur, weswegen sie die Marketing-Agentur DCX Growth Accelerator engagierten. Diese richtete in einem Shopping-Center in Los Angeles einen Fake-Luxusladen ein, schleppte goldige Skulpturen an und stellte die Billigschuhe in einem mondänen Regal aus.

Aus dem Brand-Namen Payless wurde kurzerhand «Palessi». Der Kreativ-Direktor der Agentur sagt: «Ich ging auf Wikipediaund suchte nach einer Liste italienischer Familiennamen und sah Alessi. Ich fügte dem ein ‹P› hinzu. Wir haben auch eine Website rund um Palessi erstellt, weil wir dachten, dass die Leute es Google geben würden.»


Auf der Strasse und auf Social Media wurden 60 Influencer ausfindig gemacht und für die grosse Store-Opening-Party eingeladen. Diese liessen sich nicht zwei Mal bitten und erschienen zahlreich am Event.

Und tatsächlich: Die Damen und Herren waren von den Produkten äusserst angetan.

«Er ist einfach atemberaubend. Elegant, raffiniert», sagte eine Käuferin über einen Stiletto.

Ein junger Influencer meinte über einen Leder-Sneaker: «Ja, man sieht, dass das mit sehr hochwertigem Material gemacht wurde.»

Zur Erinnerung: Die Schuhe haben normalerweise alle einen Preis zwischen 20 und 40 Dollar.

Unbezahlbar war dann definitiv auch der Moment, als die Influencer davon erfuhren, dass sie soeben übers Ohr gehauen worden waren. «Halt die Klappe! Ist das dein Ernst?», sagt eine gekränkte Shopperin, die es nicht fassen kann.

Und es kommt noch übler für die Social-Media-Selbstdarsteller: Ihre Demütigung wird nun auch noch im Fernsehen ausgestrahlt. Payless verwendet das Videomaterial für drei Werbespots, die in den kommenden Wochen in den USA über die Flatscreens flimmern. Autsch. (cma)

Quelle: watson.ch