Rockband Live
Rock Gitarre Live Band
Foto: Pixabay
Musik

Eine kurze Geschichte des Rock

Knapp 70 Jahre Rock-Geschichte zusammenzufassen ist eigentlich eine Sünde. Doch Rock ‘n’ Roll war schon immer eine sündige Angelegenheit.

Schlägt man im Lexikon den Begriff «Rock» nach, dann steht meistens, dass es sich um eine Musikrichtung handelt. Für Fans von Rockmusik steht dieser Begriff aber für viel mehr: ein Lebensgefühl, eine Einstellung, für manche gar für eine Offenbarung!

Rock 'n' Roll – Die Mutter der Rockmusik

Der Begriff des Rock 'n' Roll oder kurz Rock hat zwei Ursprünge: zum einen wurde «Rock 'n' Roll» von Teenagern in den 50er Jahren als Synonym für Sex verwendet. Zum anderen sollte mit der Anlehnung an Felsen (engl. Rock) klargestellt werden, dass Rockmusik härter ist als alle anderen Musikstile.
Rock 'n' Roll Musik entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Rhythm 'n' Blues der schwarzen Musiker und war in den 50er und 60er Jahren populär. Passend zur Musik gab es Rock 'n' Roll auch als Tanzstil. Die bekanntesten Vertreter dieser Musikrichtung waren Elvis Presley, Chuck Berry oder Buddy Holly. Rock 'n' Roll stammte aus Amerika und diente wiederum der Beatmusik aus Grossbritannien als Vorlage. Die Beatles bauten die Bezeichnung des Genres sogar in ihren Bandnamen ein.

Hard As A Rock

Rock 'n' Roll und Beatmusik waren Vielen bald nicht mehr hart genug. Die Musik entwickelte sich weiter und so entstanden in den 70er Jahren mehrere Subgenres, wie zum Beispiel Hardrock, Heavy Metal oder Glamrock. Es machten aber auch Begriffe wie Softrock oder Psychedelic Rock die Runde.
Das Problem bei diesen Spielarten: man musste sein Instrument schon recht gut beherrschen, um erfolgreich im Rockzirkus mitmischen zu können. Darum ist es kein Wunder, dass gegen Ende der 70er Jahre die relativ simple Punk Musik die Rockwelt aufmischte. Wer 3 Akkorde auf seiner Gitarre spielen konnte, war als Leadgitarrist einer Punkband gesetzt.

Und dann kam die Popmusik

In den 80ern waren Synthesizer plötzlich auf dem Vormarsch und mit ihnen die Popmusik. Die Rocker dieser Erde machten das Beste draus und verbanden die beiden Musikstile. Der «Pop-Metal» war geboren, der manchmal auch «Glam-Metal» oder etwas abwertend «Hair-Metal» genannt wird. Dieser zeichnete sich dadurch aus, dass das pompöse Auftreten des Glamrock kombiniert wird mit Elementen der Popmusik. «Liebliche» Melodien treffen auf verzerrte Gitarren und oftmals stark sexualisierte Texte. Vertreter dieser Bewegung sind Gruppen wie Bon Jovi, Mötley Crüe oder Cinderella. Scherzhaft sagte man über die ausschliesslich männlichen Mitglieder dieser Bands, dass sie mehr Make-Up und mehr Haarspray benutzten, als die weiblichen Fans.

Grunge, Punk Revival und Nu-Metal

Zu Beginn der 90er Jahre überrollte eine neue Bewegung die Musikwelt: der Grunge. Grunge kombinierte Elemente des Punks mit solchen von Hard-Rock und Metal. Bis heute wird Nirvana Frontmann Kurt Cobain als «Sprachrohr einer ganzen Generation» bezeichnet und man hat damit nicht ganz unrecht. Grunge drückte das Lebensgefühl der Jugend der 90er aus und wurde darum im Sturm von den Teenagern einverleibt. Es ging sogar so weit, dass man vorgefertigte Grunge-Kollektionen in Modegeschäften kaufen konnte. Die Musikrichtung brannte schnell aus und machte Platz für Punk- und Alternative-Rock Bands wie Green Day oder The Offspring.
Das lief ein paar Jahre und dann machte sich wieder ein Bedürfnis nach mehr Härte breit. So hatte in den 2000er Jahren der Nu-Metal seine Hochphase. Dieser «neue Metal» kombinierte Elemente aus dem Rap und der Metal Musik. Aus dem Hip-Hop wurden die gerappten Passagen und DJ-Elemente übernommen, doch selten Gitarrensolos aus dem Metal, wie man sie von Bands wie Iron Maiden kennt. Dafür sind die Gitarren tiefer gestimmt und die Verstärker auf volle Verzerrung gedreht, was bestens mit dem Gesang harmoniert.

Live Konzerte auf Radio 24
Ab 20 Uhr gibt es Live-Konzerte von gestandenen Rockgrössen auf Radio 24 zu hören.
20 - 21 Uhr: Bon Jovi
21 - 22 Uhr: Green Day
22 - 23 Uhr: Die Toten Hosen
23 - 24 Uhr: AC/DC

Quelle: Radio 24