Foto: Radio 24 mit Bildmaterial von Screenshot the news minute

Good News of the Day

Weil Schulweg zu lange ist: Indischer Lehrer kauft Bus und fährt Schüler zur Schule

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Die Kinder im indischen Dorf Baraali im südwestlichen Bundesstaat Karnataka haben einen beschwerlichen Schulweg. Die Schule der weit verstreuten Siedlung liegt kilometerweit entfernt von den Häusern der meisten Kinder. Eine befestigte Strasse gibt es nicht, der schnellste Weg für die Mehrheit der Kinder führt über schlammige Wege durch waldiges Gebiet.

Diese Hindernisse führten dazu, dass viele Eltern ihren Nachwuchs schon wenige Wochen nach der Einschulung nicht mehr zur Schule schickten. Das erregte den Unmut von Lehrer Rajaram, der an der Dorfschule Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet. Das berichtet The News Minute.

Weil Rajaram nicht tatenlos dabei zusehen wollte, wie sich sein Schulhaus mehr und mehr leerte und gar von der Schliessung bedroht war, wandte er sich an zwei Schulabgänger. Sein Vorschlag: Zu Dritt würden sie ihr Erspartes zusammenlegen und einen Schulbus kaufen. Gesagt, getan. Doch weil das Budget damit aufgebraucht war, war kein Geld zur Entlöhnung eines Busfahrers mehr vorhanden.

Foto: Screenshot the news minute

Also machte Lehrer Rajaram einen Führerschein für den Bus und steht seither frühmorgens auf, um mit insgesamt vier Fahrten die Kinder des Dorfes zum Schulhaus zu fahren. Um 9.30 Uhr erreicht er mit der vierten Fahrt pünktlich zum Schulbeginn das Ziel – wo seine drei Dorflehrerkollegen auf die früher eingetroffenen Schüler aufpassen.

Den Treibstoff und die Versicherung für den Bus bezahlt Rajaram aus seinem bescheidenen Lohn. Sein Engagement hat sich ausgezahlt. Seit er den Fahrdienst aufgezogen hat, ist die Anzahl der anwesenden Schülern von 50 auf 90 angestiegen. Nun sammelt Rajaram Geld für sein nächstes Projekt. Er will einen Zaun um die Schule bauen und eine Bahn für 100- und 200-Meter-Rennen einrichten. (cbe)

Quelle: watson.ch 10.7.2018

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