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Schweizer Wissenschaftler entdecken Molekül, das Frühgeburten verhindert

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Die Zahl Totgeburten hat in den letzten Jahrzehnten massiv abgenommen. Doch noch immer kommen 4 von 1000 Säuglingen in der Schweiz Tod auf die Welt, wie Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen. Ein schmerzhaftes Erlebnis für die Eltern.

Zukünftig könnte die Zahl Totgeburten noch weiter reduziert werden. Das Inselspital Bern ist zuversichtlich ein Mittel gefunden zu haben, dass das Risiko für eine Totgeburt erheblich reduziert. «Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend und ermutigen uns zu weiterer Forschung an diesem neuen Ansatz», lässt sich Daniel Surbek, Chefarzt Geburtshilfe und feto-maternale Medizin, in einer Mitteilung zitieren.

Die Hoffnungen der Wissenschaftler beruhen auf einer synthetischen Variante des Schwangerschafts-Moleküls (PIF). Gemeinsam mit einem Team aus Rom haben die Schweizer Mediziner herausgefunden, dass dieses Molekül die Wahrscheinlichkeit für eine Entzündung und Infektion während der Schwangerschaft reduziert – und somit das Risiko für den vorzeitigen Tod eines ungeborenen Babys. Martin Müller, Leitender Arzt der Universitätsklinik für Frauenheilkunde: «Damit wird es erstmals möglich, Entzündungsreaktionen in der Schwangerschaft zu beeinflussen.»

Derzeit prüfen die Forscher die Durchführung einer klinischen Studie mit Schwangeren. Ziel wäre es, das synthetische Molekül bei Risikoschwangerschaften prophylaktisch einzusetzen.

Quelle: watson.ch 21.7.2017

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