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Niederländische Velowege werden zu kleinen Kraftwerken

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Wenn die Niederlande etwas reichlich haben, dann sind es Velowege. Ein Zusammenschluss aus Firmen und Forschungslabors hat sich nun zum Ziel gesetzt, einen Teil dieser Velowege in kleine Kraftwerke zu verwandeln.

Veloweg als Energielieferant

«SolaRoad» heisst das Projekt. In der Stadt Krommenie in der Nähe von Amsterdam gibt es bereits einen 70 Meter langen Veloweg, der mit Solar-Modulen bestückt wurde.

Die Solar-Module sind durch eine zentimeterdicke Schicht vor Beschädigungen geschützt. Die Schutzschicht ist hochtransparent, aber gleichzeitig auch griffig genug, um Fussgängern und Velofahrern sicheren Halt zu bieten.

Bisher liefert die Anlage nur wenig Strom – genügend für rund drei Haushalte – kostete aber stolze 3.7 Millionen Dollar. Zu viel, wie Kritiker bemängeln. Die Macher der SolarRoad argumentieren dagegen, dass schon in naher Zukunft der Platz auf Hausdächern knapp wird. In diesem Fall müsste man neue Flächen für Solaranlagen finden – zum Beispiel Strassen. Würde das im grossen Massstab gemacht, so würden auch die Kosten sinken.

Der erzeugte Strom soll später auch die Strassenbeleuchtung mit Energie versorgen, und sogar E-Bikes während des Fahrens aufladen. Auch Elektroautos könnten schon bald durch die SolaRoad mit Energie versorgt werden.

Andere Städte sind überzeugt und starten ihre eigenen Projekte. In Groningen soll nächsten Monat ein zehn Meter langer Abschnitt eines Veloweges zur SolaRoad werden. 

Quelle: watson.ch 22.3.2017

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