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Foto: Radio 24 mit Bildmaterial von Unsplash/Kirsty Lee
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Neuseeland hebt Verurteilungen wegen Homosexualität auf

Bis 1986 war Homosexualität in Neuseeland verboten. 32 Jahre später gehört der Inselstaat im Südpazifik zu den fortschrittlichsten Ländern in der Homosexualität-Gesetzgebung, so ist es etwa seit 2013 möglich, gleichgeschlechtliche Ehen zu schliessen. Ein Gesetz, das das neuseeländische Parlament Anfang diese Woche annahm, zementiert diesen Status.

Mit der Vorlage können wegen «Unzucht unter Männern» verurteilte Personen ihr Urteil annullieren lassen. Im Fall von verstorbenen Verurteilen können Hinterbliebene einen Antrag auf eine posthume Aufhebung der Urteile stellen, wie die FAZ schreibt.

Voraussetzung für die Amnestie ist, dass der Geschlechtsverkehr einvernehmlich war, und dass die Beteiligten zum Zeitpunkt mindestens 16 Jahre alt waren.

Justizminister Andrew Little entschuldigte sich während der Debatte im Parlament für die «Vorurteile, Stigmatisierungen und andere negative Auswirkungen», die die Betroffenen wegen den Verurteilungen erlitten hätten.

Das Gesetz betrifft schätzungsweise tausend Menschen, die selber gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen vornahmen, oder Orte für diese Handlungen bereitstellten.