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Foto: Radio 24 mit Bildmaterial von Keystone
Good News of the Day

Katholische Kirche wird Teil der Divestment-Bewegung

Kein päpstlicher Segen mehr für Erdöl, Gas und Kohle: Anlässlich des Earth Day haben 35 katholische Institutionen bekanntgegeben, nicht länger in Kohle-, Gas- und Erdölunternehmen zu investieren. Zukünftig sollen Investitionen nur noch in umweltfreundliche und sozial faire Anlageformen erfolgen. Die katholischen Banken, mit einem Vermögen von 7.5 Milliarden Euro, haben ebenfalls angekündigt, in Zukunft auf Investitionen in fossile Brennstoffe zu verzichten.

Papst Franziskus selber hat bereits vor einiger Zeit in seiner Umweltenzyklika «Laudato Si» zu einem ökologischen Umdenken aufgerufen.

Kardinal Luis Tagle, Präsident der Hilfsorganisation Caritas International, erklärte am Sonntag die Beweggründe für den Ausstieg. «Die Hauptleidtragenden der Klimakrise sind die Armen. Aus diesem Grund hat sich Caritas Internationalis dazu entschieden, nicht mehr in fossile Brennstoffe zu investieren». Die katholische Kirche ermutige auch andere Mitgliedsorganisationen, Gruppen und Organisationen, die mit der Kirche verbunden sind, das Gleiche zu tun, wie businessgreen.com schreibt.

Damit werden die 35 katholischen Organisationen Teil der weltweiten Divestment-Bewegung. Diese fordert eine Abkehr von Investitionen in Unternehmen, die in klimaschädlichen Bereichen tätig sind. Stattdessen sollen Gelder in klimafreundliche Unternehmen reinvestiert werden. Unterstützt wird die Bewegung von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und prominenten Persönlichkeiten wie dem Ex-US-Präsidenten Barack Obama oder dem ehemaligen UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas gelten als Haupttreiber der Umweltverschmutzung. Sowohl Förderung als auch Nutzung fossiler Energien belasten das Klimaerheblich.