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Foto: Radio 24
Good News of the Day

Forscher machen aus einem Spinatblatt menschliches Herzgewebe

Ein überraschender Durchbruch ist gelungen.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen daran, wie man menschliches Gewebe und Organe künstlich züchten kann. Forschern des Worcester Polytechnic Institute in Massachusetts (USA) ist nun ein überraschender Durchbruch gelungen.

Die Wissenschaftler bauten Spinatblätter in menschliches Herzgewebe um, das sogar Blut pumpt. Mit dem funktionierenden Venensystem auf den Blättern wollen die Forscher nun einen Herzmuskel bauen. Ihr großes Ziel: Eine Herztransplantation.

Bisher war es unmöglich, lebendiges Herzgewebe herzustellen. Nicht einmal 3D-Drucker waren präzise genug, um Kanäle in der Größe von Blutgefäßen zu erschaffen. Die Venen müssen nämlich kleinste Stoffe wie Sauerstoff durchlassen. Sonst sterben die dort platzierten Zellen einfach ab.

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Quelle: youtube

Statt ein neues Material zu erschaffen, sahen sich die Forscher in der Pflanzenwelt um. Im Spinat fanden sie den perfekten Kandidaten für Herzgewebe. Dazu entfernten sie zunächst alle pflanzlichen Zellen aus den Spinatblättern. Übrig blieb eine durchsichtige Hülle. Das Gefäßsystem der Blätter wurde dabei nicht beschädigt. Es ist fein genug, um wie menschliche Venen bestimmte Moleküle durchzulassen.

Diese Hülle bepflanzten die Forscher mit lebendigen menschlichen Herzzellen. Anschließend wurde sie mit blutähnlichen Flüssigkeiten befüllt.

In einem nächsten Schritt wollen die Forscher mehrere Blätter verknüpfen. Damit verfolgen sie ein konkretes Ziel: Sie wollen mit dem Gewebe Herzmuskel ersetzen. Das könnte Menschen nach einer Herzattacke das Leben retten. Stirbt ein Teil des Herzmuskels ab, kann das Blut nicht mehr richtig weitergepumpt werden. Das Spinatgewebe soll das abgestorbene Material ersetzen. Damit könnte das Organ wieder wie ein gesundes Herz schlagen.

Quelle: watson.ch