Dürfen zusammen warten: Fussgängerampel mit einem lesbischen Paar.

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Dürfen zusammen warten: Fussgängerampel mit einem lesbischen Paar.

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Zum Internationalen Tag gegen Homophobie: Flensburg kriegt homosexuelle Ampelfiguren

Fussgängerampel-Männchen sind eine einsame Spezies. Bei Rot warten sie, bei Grün laufen sie – aber immer alleine. Die Stadt Flensburg hat das nun geändert: Aus Single-Figuren werden Pärchen – und zwar homosexuelle. Eine Premiere im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein.

«Wir in Flensburg sind bekannt dafür, dass wir hier aktiv für eine bunte Gesellschaft stehen», sagte Oberbürgermeisterin Simone Lange dem NDR am Montag bei der Einweihung der bunten Ampel.

Die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ampelsymbole erfolgte rechtzeitig zum Internationalen Tag gegen Homophobie heute Mittwoch.

Zusammen ist man weniger allein: gleichgeschlechtliche Ampelfiguren in Wien.
Zusammen ist man weniger allein: gleichgeschlechtliche Ampelfiguren in Wien.

Foto: reuters

Die frohe Botschaft hat aber einen ernsten Bezug: In Deutschland steigen die Straftaten mit homophobem Hintergrund jüngst an. In den ersten neun Monaten 2016 wurden 15 Prozent mehr Straftaten gegen Schwule und Lesben gezählt, wie die Süddeutsche Zeitung meldete.

Nicht die einzige Stadt

Zwar ist man in Schleswig-Holstein allein auf weiter Flur, deutschlandweit sieht es aber anders aus: in Hamburg etwa gibt es bereits seit knapp zwei Jahren alternative Strassenampeln, in München immerhin einmal pro Jahr – am Christopher Street Day. Und Wien zählt gar dutzende Regenbogen-Ampelmännchen.

Und in der Schweiz? Der Grünen-Politiker Marco Müller forderte bereits 2015 gleichgeschlechtliche Ampelfiguren in der Stadt Luzern. «Es wäre ein einfaches Mittel, um im Alltag die Toleranz und die Aufmerksamkeit für Gleichstellung zu fördern», so Müller damals gegenüber Zentral+.

 

Quelle: watson.ch 17.5.2017

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