Teil der Tinder-Community ist seit kurzem auch ein nördliches Breitmaulnashorn.

Foto: Radio 24 mit Bildmaterial von flickr

Good News of the Day

Das letzte nördliche Breitmaulnashorn Kenias ist jetzt auf Tinder

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Das sympathische Rhino Sudan beschreibt sich auf der Dating-App Tinder, wie so manch ein Junggeselle: Er reist gerne und liebt die Natur.

Sudan kommt gleich zur Sache:

«Ich will nicht zu aufdringlich sein, aber der Fortbestand meiner Art hängt von mir ab»

Weiter mag er Grass und entspannt sich gerne im Schlamm. Natürlich hat das Nashorn sein Tinder-Profil nicht selbst erstellt. Die Verkupplungsaktion ist eine Marketingaktion von Tierschützern, welche sich um den Fortbestand der Art sorgen.

Ihr Ziel ist es, genügend Geld für eine Fruchtbarkeitsbehandlung zu sammeln. Alle Versuche einer natürlichen Fortpflanzung seien bisher gescheitert. Zwar hätten zweisame Kuschelstunden stattgefunden, allerdings sei es nie zur Befruchtung gekommen.

Deshalb sollen nun Wissenschaftler Sudans Spermien benutzen, um ein Ei eines der zwei letzten nördlichen Breitmaulnashorn-Damen zu befruchten. Austragen soll den Embryo dann ein Leih-Mami und zwar eines der Gattung Breitmaulnashorn, das im Vergleich zu den nördlichen Breitmaulnashörnern viel öfters vorkommt. Neun Millionen Dollar werden für dieses Unterfangen benötigt.

Alle drei Nashörner werden 24 Stunden am Tag von bewaffneten Wachen beschützt, denn das Rhinofleisch ist bei Wilderern heiss begehrt. Für über 50’000 Dollar pro Kilo wird das Fleisch gehandelt. Aber auch vor der biologischen Uhr fürchten sich Sudans Wächter: Denn mit seinen 43 Jahren ist er bereits ein alter Mann.

 

Quelle: watson.ch 28.4.2017

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