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Good News of the Day

Blinde Inderin gewinnt Radiopreis – doch damit fängt ihre Glückssträhne erst an

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Radiohörer spendeten der blinden Nikita Shukla genug Geld, damit sie ihr Studium ohne zu Hungern beenden kann.

Nikita Shuklas Studienzeit hatte wenig mit den Klischees eines unbeschwerten Lebens voller rauschender Feste und langen Nächten zu tun. Die Familie der blinden, 21-jährige Inderin hielt nichts von ihrem Traum, ein Rechtsstudium zu absolvieren. Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit wollten ihre Eltern sie so rasch wie möglich verheiraten. 

Weil sich Shukla diesen Plänen widersetzte, warfen sie ihre Eltern aus dem Haus der Familie in Mumbai. Nikita wollte die Stadt verlassen, als sie Freunde davon überzeugten, es trotzdem mit dem Studium am «Government Law College» zu versuchen.

Sie sammelten ein bisschen Geld, mit dem die Studentin aber kaum über die Runden kam. Ab und zu spendeten ihre Professoren oder wohltätige Vereine kleinere Summen.

Die Studiengebühren und die Miete fürs Studentenheim frassen aber soviel von ihrem Budget auf, dass sie sich keine Mahlzeiten mehr leisten konnte. Shukla konnte nur das essen, was vom Studentenheim kostenlos offeriert wurden – bloss 20 Mahlzeiten im Monat.

Foto: screenshot twitter.com/su4ita

Ein bisschen Glück winkte Shukla, als sie bei einem Wettbewerb des populären Radiosenders «Radio City» mit ihrem Anruf ins Studio durchkam. Ein paar Tage später holte sie im Radiostudio ihren Preis ab und bat darum, Moderatorin Sucharita Tyagi zu treffen.

Die Radiofrau hörte sich Shuklas Schicksal an und war dermassen bewegt, dass sie die Studentin bat, ihre Geschichte mit den Hörern von «Radio City» zu teilen. Innert kürzester Zeit meldeten sich hunderte Menschen, die Shukla finanziell helfen wollten.

Am Ende der Woche überreichte ihr Moderatorin Sucharita Tyagi einen Check, mit dem die blinde Studentin ihre Studiengebühren, die Wohnkosten und die Gebühren bezahlen kann. Nun kann sie endlich ohne Hunger und mit drei Mahlzeiten pro Tag ihre Ausbildung zur Anwältin beenden.

 

 

Quelle: watson.ch 8.6.2017

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