Foto: Patrick Rohr

Nationaler Sammeltag der Glückskette

Am 23. Mai fand der Spendentag für Rohingya Flüchtlinge in Bangladesch statt

Die muslimische Minderheit der Rohingya wird im buddhistischen Myanmar seit Jahrzehnten verfolgt und ausgegrenzt. 

Rund 780'000 Rohingya Flüchtlinge leben dicht gedrängt in Cox’s Bazar in Bangladesch. Die Vorboten des Monsuns haben die Region bereits erreicht. Das hügelige Gelände bietet weder Schutz vor Regen noch vor Wind. Die Bäume sind abgeholzt. Die Wurzeln, welche die Erde zusammenhalten, werden zum Feuermachen und Kochen ausgegraben. Nur schon die ersten kurzen Regenfälle haben das Gelände in Schlamm verwandelt. Noch mehr Regen wird die höher gelegenen Hütten ins Rutschen bringen und die Latrinen überfluten, wodurch sich Fäkalien verteilen und Krankheiten und Seuchen ausbrechen können.

Laut einer Studie der Universität Dakha bestehen wegen des bevorstehenden Monsuns für rund 220'000 Menschen ernste Versorgungsprobleme (Wasser, Nahrung, Medizin, Unterbringung usf). 24'000 Menschen sind existenziell bedroht und sollen gemäss Empfehlung der Universität deshalb evakuiert werden.

Klickt hier und spendet mit dem Vermerk "Rohingya"

Die Spenden werden in Zusammenarbeit mit acht Partnerhilfsswerken im Flüchtlingslager in Bangladesh eingesetzt. Hilfe ist dort dringend nötig, weil der derzeit einsetzende Monsun in den kommenden Wochen und Monaten die Lage extrem verschärft. 

Die Rohingya in Bangladesch bereiten sich auf den Monsun vor:

So ist die Lage derzeit im Flüchtlingslager in Bangladesch

Bis zum Mittag sind bereits über 700'000 Franken an Spenden zusammengekommen.

So kann die Lebensqualität im monsungeplagten Flüchtlingslager verbessert werden.

«Glückskette – Die solidarische Schweiz» ist der Ausdruck der Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit den Opfern von Katastrophen und Konflikten. Sie ist eine unabhängige, von der SRG geschaffene Stiftung. Die Glückskette ist selbst nicht operationell tätig, sondern kofinanziert mit den ihr von der Bevölkerung, Firmen, Kantone und Gemeinden anvertrauten Spenden Projekte ihrer 26 Schweizer Partnerhilfswerke. Diese kommen den Opfern vor Ort zu Hilfe. Die Stiftung gewährleistet eine effiziente und zielgerichtete Verwendung der gespendeten Gelder, indem sie die Projekte einer vertieften Analyse und wiederholten Evaluationen vor Ort durch Experten unterzieht und die Einhaltung der internationalen Normen für Soforthilfe, Rehabilitation und Wiederaufbau garantiert. In der Schweiz hilft die Glückskette in Zusammenarbeit mit spezialisierten Organisationen Jugendlichen sozial und beruflich Fuss zu fassen. Nach Unwettern unterstützt sie Privatpersonen, Gemeinden oder KMU, die grosse Schäden erlitten. Seit 1946 hat die Glückskette mehr als 1,7 Milliarden Franken an Spendengeldern gesammelt.

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