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Letztes Update: 7.9.2010
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Geschichte Schweizer Privatradios

Radio 24 nahm als erstes Privatradio der Schweiz seinen Sendebetrieb am 28. November 1979 auf. Gründer war Roger Schawinski. Das Programm wurde illegal über die damals grösste UKW-Antenne Europas auf dem Pizzo Groppera (Italien) nach Zürich ausgestrahlt. Die Studios befanden sich in Cernobbio bei Como (Italien), die Redaktion an der Limmatstrasse in Zürich. Da der Sender keine offizielle Konzession hatte, beantragten die Schweizer Behörden in Italien immer wieder die Schliessung von Radio 24, was mehrere Male auch vollzogen wurde. Mit Unterschriftensammlungen und Protestkundgebungen in der Schweiz wurde die Einführung der lokalen Privatradios erreicht.

Am 7. Juni 1982 wurde die RVO (Rundfunkverordnung) als 5-jähriger Versuch vom eidgenössischen Energie- und Verkehrsdepartement verabschiedet. 196 Gruppierungen meldeten ihr Interesse am Betrieb eines Radiosenders an. Am 20. Juni 1983 erteilten die Behörden 36 Lokalradiokonzessionen. Am 1. November 1983 starteten 8 Stationen aus der Deutschschweiz, darunter Radio 24, ihr Programm.

Die SRG konkurrenzierte die privaten Radiosender mit dem nationalen, werbefreien Programm DRS3 5 Jahre nach Ablauf der RVO wurde diese nochmals um 5 Jahre verlängert, da das eigentliche Radio- und Fernsehgesetz noch nicht vorlag.

Erst am 1. April 1992 trat die RTVV (Radio- und Fernsehverordnung) in Kraft. Mitte der 90er Jahre erhielt Radio 105 eine Konzession als nationaler privater Radiosender. Die Verbreitung ist jedoch nur über Kabel möglich. Die SRG konkurrenziert Radio 105 mit dem Sender Virus (national nur im Kabel) Seit Januar 1998 haben sich die drei Ostschweizer Sender Radio Eulach, Thurgau und Will zu Radio Top (mit Sitz in Winterthur) zusammengeschlossen.

1999 schlossen sich Radio Grischa und Radio Piz zusammen. Ende der 90er-Jahre geht wird das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) ausgearbeitet. Die Vernehmlassung dauert bis 2001. Im Herbst 2002 soll es im Parlament behandelt werden. Das Gesetz soll ab ca. 2004 in Kraft treten.

2000 und 2001 setzen deutsche Beraterfirmen erstmals in der Schweiz bei Radio Pilatus, Radio Basilisk und Radio BE1 das „Hitradio-Konzept mit den Hits der 80er, 90er und von heute“ um. Alle Stationen konnten ihre Hörerzahlen teilweise markant steigern.

Im Jahre 2000 reichten verschiedene Stationen (Radio 24, Argovia, Sunshine, Top, 32) Gesuche für Zweitprogramme ein. Diese dürfen national nur über Kabel verbreitet werden. Am 1. April 2000 nahm 24plus (das Zweitprogramm von Radio 24) sein Programm auf. Der Musiksender richtet sich an ein Publikum 35 Jahre und älter.

Am 22. August 2001 wurde der Verkauf von Radio 24 an Tamedia bekanntgegeben. Am 5. Oktober 2001 war der Verkauf von Radio an Tamedia rechtskräftig (nach Bewilligung durch die Wettbewerbskommission und das Bundesamt für Kommunikation)

Ab September 2001 arbeitet Radio 24 mit der Beraterfirma Coleman Research zusammen. Wenige Woche später beginnt auch Radio Z (heute Energy Züri) mit ausländischen Beratern zusammenzuarbeiten. Weitere Radiostationen (Radio Aktuell, teilweise Radio Zürisee und Radio Sunshine) arbeiten mit Musikberatern zusammen.

Am 30. November 2001 trat Radiopionier Roger Schawinski von der medialen Radiobühne ab.

Am 28. Mai 2002 gibt Tamedia die Uebernahme von Radio Basilisk bekannt.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Radio- und TV-Gesetzes (RTVG) im April 2007 dürfen Unternehmen nur noch je 2 Radio- und TV Konzessionen besitzen. Aus diesem Grund trennt sich Tamedia von Radio Basilisk per 1. Januar 2008.

Im Sommer 2007 werden die Radio- und TV Konzessionen neu ausgeschrieben. Tamedia bewirbt sich bei diesem Kriterienwettbewerb mit Radio 24, Capital FM, TeleZüri und TeleBärn.

Roger Schaswinski kauft das Zürcher Spartenradio "Radio Tropic". Per Mitte März 08 wird der Betrieb von Radio Tropic definitiv eingestellt, das Nachfolgeprogramm heisst  Radio 1.

Die E-Medien der Schweiz erwarten die Erteilung der Konzessionen per Juni / Juli 2008. Erste Konzessionen für Radio und TV wurden im Juli 08 denn auch erteilt. In Gebieten in welchen mehrere Bewerber ein Gesuch eingereicht haben, wurde die Erteilung der Konzessionen auf August 08 in Aussicht gestellt. Der Prozess verzögerte sich jedoch, so wurde die Erteilung der Konzessionen in den umkämpften Regionen (Zürich / Zentralschweiz / Südostschweiz / Aargau etc.) auf den 31.10.08 verschoben.

Per 31.12.08 erteilt das UVEK der Radio 24 AG eine neue Konzession. Ebenfalls konzessioniert werden Radio Zürisee und Radio 1. Radio EnergyZH erhält keine Konzession und führt in der Folge eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht.

12.6.02 / 01.6.05 / 02.06.08 / 24.12.08. Peter Brun, Gerry Borer. Quellen: Archiv Radio 24, Bundesamt für Kommunikation, A.I.E Communications ASW, SMD




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